Drachenbrücke

Die Drachenbrücke (Zmajski most) mit den berühmten Drachenfiguren ist Ljubljanas bekanntestes Stadtsymbol. Es heißt: Erst wenn man sich mit einem der Drachen auf der Drachenbrücke fotografieren lässt, hat man Ljubljana wirklich besucht! Die furchterregend und fast realistisch wirkenden Drachenfiguren sind Meisterwerke, die die Phantasie ihrer Betrachter erregen, seit die Brücke besteht.

Auch sonst ist die Brücke eine einzigartige Schöpfung. Sie gilt als außerordentliches technisches Denkmal und Meisterwerk der Jugendstil-Architektur an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Sie wurde in den Jahren 1900 und 1901 als erste echte Stahlbetonkonstruktion Ljubljanas sowie als eine der ersten und zugleich auch größten derartigen Brücken in Europa erbaut. Bei ihrer Eröffnung wurde sie als "Jubiläumsbrücke" anlässlich der 40-jährigen Herrschaft des Kaisers Franz Josef I. benannt, anstelle der Drachenstatuen waren ursprünglich geflügelte Löwen vorgesehen. Auf dieser Brücke wurde erstmals in Slowenien eine Asphaltdecke aufgetragen. Die Entwürfe stammen von Prof. Joseph Melan, einem bekannten Planer von Stahlbetonbrücken und dem Vater der Theorie der statischen Berechnung großer Hängebrücken.

Ihren Jugendstilcharakter erhielt die Brücke vom dalmatinischen Architekten Jurij Zaninović, einem Schüler des großen Wiener Meisters Otto Wagner, bei dem auch Jože Plečnik seinen Weg als berühmter Architekt begann. Nach Zaninovićs Plänen wurden die Betonbeläge, Balustraden und auch die Drachenstatuen aus Kupferblech hergestellt. Die Leuchten am Brückengeländer stammen aus der originalen Brückenausstattung und waren ursprünglich gasbetrieben.

Die Drachenbrücke ersetzte eine ältere Holzbrücke aus dem Jahre 1819, die "Fleischerbrücke" genannt wurde. Für das moderne Brückenkonzept und die Stahlbetonkonstruktion entschied sich die Stadtgemeinde damals vor allem, um im Vergleich zu üblichen Steinbrücken Kosten einzusparen.

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